Kernbohrständer

Für sicheres und präzises Arbeiten kann man ein Kernbohrgerät fest im Untergrund verankern. Gerade wenn durch Stahlbeton gebohrt wird, wird das Kernbohrgerät in einen Kernbohrständer gespannt und dieser wiederum wird mit Dübeln und Schrauben fest mit dem Untergrund verankert. Doch nicht jeder Untergrund eignet sich für die feste Verankerung eines Kernbohrständers. Ist der Untergrund zu weich oder zu brüchig, so hält dieser womöglich der Belastung nicht stand. Auch wenn man Arbeiten an einem bewohnten Gebäude vornimmt, ist das Aufbohren des Untergrundes – und dies ist nötig, um Dübel und Schrauben zu setzen – nicht unbedingt erwünscht. Generell ist es schwierig, bei bewohnten Gebäuden den Kunden glücklich zu machen, denn Kernbohrungen sind nicht nur mit Lärm verbunden, sondern oftmals auch mit schmutz. Bei der Trockenbohrung ist es Staub, bei der Nassbohrung das Wasser. Es gibt jedoch auch eine Alternative, und zwar ein spezielles Trockenbohrpulver. Dieses kommt zum Einsatz, wenn eigentlich eine Nassbohrung notwendig ist, jedoch der Einsatz des kühlenden Wassers nicht möglich oder erwünscht ist. So kann das Bohrpulver nicht nur den Staub binden, es ist auch sauberer und es besteht keine Gefahr von Durchnässung, Kurzschluss etc.

Ein Kernbohrständer der Superlative stellt der Bohrturm dar. Dieser wird eingesetzt, wenn tiefe Löcher gebohrt werden sollen, beispielsweise für das Versenken eines Pfahles ins Erdreich. Hier wird der Bohrturm aufgestellt und im Boden verankert. Er ist aber auch bei der Förderung von Erdöl eingesetzt werden. Denn bevor das Öl das Tageslicht erblicken kann ist es notwendig, im Vorfeld ein entsprechend tiefes Loch zu bohren – eben entsprechend der Tiefe, in der das gewünschte Material im Boden liegt. Aber nicht nur nach Öl kann gebohrt werden, auch nach warmem Wasser – also nach Erdwärme. Hier kommt – wie auch beim Erdöl – nicht jede Region in Frage. Erdwärme kann zumeist nur in vulkanaktiven Gegenden gewonnen werden, wie beispielsweise die Eifel oder das Breisgau. Vor dem Bohren analysieren Fachleute die vorhandenen Gesteinsschichten, und wägen auch das Risiko ab um Erdeinbrüche zu vermeiden. Auch beim Bergbau oder Tunnelbau ist dies wichtig, wobei es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Fehleinschätzungen gekommen ist.