Kernbohrer

Kernbohrer – das ist der Überbegriff für das Bohren von kreisrunden Löchern in harte Materialien. Hierbei kommen Kernbohrmaschinen, Kernbohrgeräte aber auch reguläre Bohrmaschinen mit entsprechenden Aufsätzen zum Einsatz. Der Vorteil der Kernbohrung ist nicht nur die Maßgenauheit, also das präzise Bohren von kreisrunden Löchern und das Herauslösen eines Bohrkerns. Auch ist es erschütterungs- und staubfrei, gerade bei der Nassbohrung. So kommen Kernbohrer nicht nur auf der Rohbaustelle zum Einsatz, sondern auch in bewohnten Gebäuden und unterirdischen Baustellen. Kernbohrer gibt es in den verschiedenen Ausführungen. Als fest arretiertes Kernbohrgerät oder als mobile Bohrmaschine kommt er zum Einsatz – je nach zu bearbeitetem Material und der Größe des Bohrloches.

Wichtig beim Arbeiten mit einem Kernbohrer – egal ob mit einem mit dem Untergrund fest verschraubten Kernbohrgerät oder mit einer Hand-Bohrmaschine – ist die Arbeitssicherheit. Dazu gehört zum einen das nötige Knowhow, was der Einsatz des richtigen Materials angeht, also die Auswahl des richtigen Geräts sowie dem Zubehör, wie der Bohrkrone, das auf das zu bearbeitende Material abgestimmt sein sollte. Darüber hinaus ist für das Handling der Bohrmaschine Erfahrung notwendig, oder zumindest die Einweisung von einem Profi. Drittens sollte die Arbeitsumgebung dem Vorhaben entsprechend gestaltet sein. Für präzises und konzentriertes Arbeiten ist ausreichend Platz notwendig. Nicht zuletzt sollte der Heim- bzw. Handwerker selbst auf sein Erscheinungsbild achten. Weniger aus optischen Gründen, sondern vielmehr im Hinblick auf die Arbeitssicherheit. Herumflatternde Kleidung oder Haare können sich im Gerät verfangen, was schnell dramatische Folgen haben kann. Gerade bei Arbeiten mit schwerem Gerät sollte auch eine adäquate Schutzkleidung getragen werden. Je nach Einstellung zu diesem Thema sind hier viele Heimwerker, aber auch Profi-Handwerker oftmals nachlässig. Es wird auf Sicherheitsschuhe, Handschuhe und angemessene Kleidung verzichtet. Ein Abrutschen oder umherfliegende Materialteile können hier jedoch folgenschwere Verletzungen verursachen. So wundert sich manch einer, wenn er Handwerker auf der Baustelle – gerade im Sommer – leicht bekleidet mit schwerem Gerät und inmitten von losem Material arbeiten sieht. Zumal dies auch versicherungstechnisch Folgen haben kann, wenn tatsächlich eine Verletzung zustande kommt, die eine längere Krankheitsphase oder sogar Berufsunfähigkeit mit sich zieht. Wird dem Handwerker hier grobe Fahrlässigkeit seitens der Unfallversicherung nachgewiesen, so können unter Umständen eigentlich zustehende Leistungen verweigert werden.